Aurelia Lüftner
Aurelia Lüftner
- Geburt:
- 07.07.1931
- Tot:
- 07.12.2024
- Lebensdauer:
- 93
- PERSON_DAYS_FROM_BIRTH:
- 34667
- PERSON_YEARS_FROM_BIRTH:
- 94
- PERSON_DAYS_FROM_DEATH:
- 544
- PERSON_YEARS_FROM_DEATH:
- 1
- Nationalitäten:
- österreicher
- Friedhof:
- Geben Sie den Friedhof
Aurelia Lüftner (* Tuesday, 07.07.1931 in the zodiac of Cancer - † Retirement home, Großgmain, Saturday 07.12.2024) Those who knew Aurelia better called her “Reli”.
Her last days She died at 4.00 a.m. in a retirement home in Großgmain. There were three pictures in her room in the retirement home. One of Florian Koller (her grandchild), another of Florian's child and one with her daughter Nikoletta Koller. Florian Koller is the son of Nikoletta Koller. Nikoletta Koller also visited her regularly in the retirement home.
Reli lived in her house at Rosenstrasse 417, Hinterreit 5084 in Großgmain for many decades. Her husband was Adi (Adolf) Lüftner. He died much earlier.
Occupation: She worked as a waitress at Café Tomaseli in the city of Salzburg for many years. After she retired, her daily routine was very regular.
Her dog “Pfiffi”
When her husband was still alive, she had a little dog called “Pfiffi”. After this dog died, the dog was buried in her garden.
In her last decade: Cat "Luna"
She took in her cat “Luna”, who came running up to her house one day. The cat has a black and white coat. At this time, Reli was already a widow and as a pensioner alone in her house. Luna the sweet cat slept next to Aurelia Lüftner in bed every day and was very faithful until her last day at her house. The cat “Luna” also took part when Reli was sad or suffered from loneliness. Luna regularly sat next to Reli on her terrace. They both enjoyed very often the sun and the fresh forest air, as well as the view of her garden and her flowers. Every day, she saw the Lattengebirge mountains and lots of greenery right on her terrace. After Reli's death “Luna" lives further in her house.
Long-term friend with Lucia Nadia Cipriani (born 27.02.1955 in Rom)
Aurelia Lüftner and Lucia Cipriani met at Café Tomaselli. They were work colleagues. After that, they were friends for many decades (more than 40 years !) until her death on December 7, 2024.
Reli's favorite Chinese restaurants when she went out to eat:
Reli went to the “Panda” restaurant (Walserstraße 147) for many years and was a regular there. Later, she went to the Chinese restaurant “Yiyami” at Franz Josef Str. 24 in the city of Salzburg instead.
The end of Year 2024. A long life comes to an end. In the end, Reli was admitted to the retirement home in Großgmain due to her poor health. Therefore she lost her house, her cat “Luna” and her access to her own bank accounts and savings. In the retirement home, she had a very simple, sober and functional room with a large television that she never used. On her table were cookies and pictures of memories with their relatives from days long gone.
Pictures: The first one is Reli in her house, sitting in the dining area. The other pictures are memories of Reli visiting her friend Lucia Nadia Cipriani (born February 1955 in Rom) in Plainstraße 27/8 in Salzburg. One photo shows Reli in the Chinese restaurant “Panda” in Wals, Walserstraße 147.
Aurelia Lüftner´s house: After her husband passed away, she lived alone in her house in Hinterreit, Großgmain, until a few weeks before her death. Her house was not far from the "Häfei" inn. Her house has since been sold, and her belongings and everything inside have been removed.
Memories (Germain):
In einem Haus, das einst von Leben sprach, wo viele Jahre still in alten Räumen ruhten, verging die Zeit, bis sie ihr Ende brach, und alles löste sich in stummen auf.
Aurelia Lüftner – Name, leiser Ton, ein Hauch, der kaum die Welt berühren wollte. Ihr Dasein war ein Kreis, ein stiller Lohn, ein Leben, das im Gleichen weiterrollte.
Vierzig Jahre hielt sie dieses Haus, als wär’s ein Teil von ihr, ein treuer Kern. Sie glaubte fest, sie nähme es hinaus, wenn sie dereinst dem Irdischen entrückte – weit in der Fern.
Doch als sie ging im Jahre vierundzwanzig, verblieb kein Ort, der ihren Wunsch bewahrte. Das Haus verkauft, entkernt, entleert, so gänzlich, als ob die Welt ihr Dasein nie erfahren hatte.
Die Küche fort, die Räume leergeräumt, die Ziegel bloß, als wär nie Leben drin. Und plötzlich stand ich da – vom Blick geträumt, und spürte tief, wie flüchtig ich selbst bin.
Ich wusste stets, dass alles fallen muss, dass nichts Bestand hat außer Werk und Geist. Doch nie zuvor traf mich der klare Schluss, wie sehr das Leben uns ins Vergessen weist.
Denn alles, was wir bauen, zerrinnt wie Sand, und alles, was wir festhalten, löst sich auf. Kein Haus, kein Ding, kein selbstgezog’nes Land entkommt dem großen, stillen Zeitverlauf.
Doch seltsam: Gerade weil sie nichts zurückließ, kein Grab, kein Stein, kein Wort, kein letztes Bild, ließ sie in mir Erkenntnis, die mich durchfließt, und mich mit einer neuen Tiefe füllt.
So lehrt ihr Wille mehr als laute Lieder, mehr als ein Denkmal, das im Regen steht. Er ruft in mir die alten Fragen wieder, und zeigt, wie schnell die Welt im Wandel verweht.
Und nun, da ich meine eigene Jahre spüre, versteh ich klarer, was die Zeit vollbringt: Dass wir nur Gäste sind auf dieser Bühne, und jeder Schritt im Staub der Wege versinkt.
Aurelia Lüftner, von jenen, die sie besser kannten, liebevoll „Reli“ genannt, war eine Salzburger Persönlichkeit, deren Biografie eng mit der dortigen Stadt- und Kaffeehauskultur verknüpft war, wobei sie am 7. Juli 1931 geboren wurde und am 7. Dezember 2024 im Alter von 93 Jahren verstarb. Sie war über viele Jahre hinweg ein bekanntes Gesicht in der Salzburger Altstadt, da sie als Kellnerin im traditionsreichen Café Tomaselli am Alten Markt arbeitete, wo sie über Jahrzehnte hinweg Einheimische, Stammgäste sowie internationale Festspielgäste bediente. Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand führte sie ein sehr regelmäßiges und zurückgezogenes Leben, das von Beständigkeit und Fleiß geprägt war, und wohnte über 40 Jahre lang im eigenen Haus. In der Zeit, als ihr Ehemann noch lebte, bereicherte der kleine Hund „Pfiffi“ den gemeinsamen Alltag, der nach seinem Ableben im eigenen Garten bestattet wurde. Nach dem Tod ihres Mannes lebte sie als Witwe allein in ihrem Haus, wobei das letzte Jahrzehnt ihres Lebens spürbar von Phasen der Einsamkeit und Trauer geprägt war. Ein Wendepunkt in ihren späten Jahren war das Zusammentreffen mit einer schwarz-weißen Katze namens „Luna“, die ihr eines Tages zulief, zu einer existenziellen Stütze für die ältere Dame wurde, jede Nacht in ihrem Bett schlief und ihr half, die Einsamkeit im Alter zu bewältigen. Sie wohnte bis fast kurz vor ihrem Tode in diesem eigenen Haus, bis sie aufgrund körperlicher Einschränkungen die Arme nicht mehr heben und folglich nicht einmal mehr die Tassen aus den Schubladen holen konnte. Wegen dieser nachlassenden Kräfte verbrachte sie ihre allerletzten Lebensmonate im Seniorenwohnheim in Großgmain, wo sie schließlich friedlich verstarb und damit ein langes, von persönlicher Genügsamkeit geprägtes Salzburger Leben beschloss.
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